Klöcherhof Domittner, 8493 Klöch 4 von Hannes Krois 14.07.2004 Wegen der Landschaft und natürlich wegen des Weines ist Klöch schon eine Reise wert. Wenn dann noch sich das Gastronomische bodenständig und geschmackvoll präsentiert, entfaltet sich Klöch zu einem Schlaraffenland der irdischen Gelüste. Trotz einer nahezu krankhaften Bescheidenheit der Klöcher in Sachen Marketing und Werbung, haben einige Erdenbürger Klöch als einen dem Himmel näheren Ort schon lange erkannt. Und machen hier auch Urlaub. Für viele der Klöch-Urlauber ist der Klöcherhof Domittner seit Jahren der Treff aller seelisch-kulinarischen Begehrlichkeiten. Ein g`standener Gasthof als Leistung einer Familie. Insgesamt seit 100 Jahren als Gasthaus ein Zentrum bodenständiger Schmankerln. Mit dem Ausbau von Gästezimmern Ende der 70er Jahre war der Gasthof perfekt. Die Seele der Küche ist Frieda Domittner, die allzu früh ihren Gatten Karl durch einen Verkehrsunfall verlieren mußte. In der Folge gaben sich die Söhne Herbert (35) und Günther (32) auch in beruflicher Hinsicht verstärkt die Hände. Herbert ist der Gastwirt und hat bereits 1998 mit seiner Gattin Heidi den Gasthofbetrieb übernommen. Günther ist der Weinbauer, der mit seiner Frau Gabi hochgradige Weine produziert. Bis hin zu Eisweinen und mit den anderen Sorten verstärkt auf den Gipfeln der Landessiegerpodeste. Unter dem Begriff “Domittner” für Gast und Wein gehen die Brüder mit Klöcherhof und Weingut eine gemeinsame werbliche Linie. Und Qualität ist bei den Domittner`s die traditionelle Basis des Erfolges. Nachdem im Rahmen der SOJ-Weintips die Domittner- Weine ohnehin “Dauergäste” sind, war es an der Zeit, das gastronomische Potential des Gasthofes Domittner zu erkunden. Das Speisenangebot beinhaltet gestandene österreichische Schmankerln vom Backhendl und Wiener Schnitzel bishin zu Zwiebelrostbraten, Gamsragout und die alemannisch angehauchte Winzer-Spätzle-Pfanne. Dazu Spezialitäten aus italienischen Regionen, wie Lammrücken im Rosmarinsaft, Scampi, Spaghetti, Carpaccio und diverse Salate. Für “Fleischtiger” gibt es „T-Bone- Steak“ vom Schwein, Entrecote “Cafe de Paris” vom Rost, Zigeunerspieß usw. Natürlich steht das saisonorientierte Kochen im Hause Domittner an erster Stelle. Pilz- und Kürbisgerichte im Sommer, Wildspezialitäten im Herbst und Spargel im Frühjahr. Bis Ende August gibt es zudem jeden Freitag ab 18 Uhr Grillspezialitäten. Kochkünstler Michael Dressler baut in seinem kulinarischen Angebot auch kochtechnische Brücken von der steirisch- österreichischen bis hin zur internationalen Küche. Für unseren Test wählten wir sodann auch ein Menü der leichteren Gangart. Dazu glasweise die ganz tollen Weine des Weingutes Domittner. Demnach bestellten wir eine Rote Rübensuppe mit feinen Kartoffel-Fischbällchen (2,90 Euro). Dazu ein Glas Scheurebe 2003 (1,90 Euro). Weiters gegrilltes Hühnerfilet mit Garnelenschaschlik (13,50 Euro). Dazu ein Glas Traminer Xero 2003 (2,50 Euro). In der Folge Sweet Sushi samt Eisweinsauce, Vanilletascherln und knusprigem Tempura- Kürbiskernteig. Dazu ein Glas Traminer Tradition (2,90 Euro). Der Menüpreis für diese Speisenfolge beinhaltet 18,50 Euro. Samt der begleitenden Weine wäre der Betrag von 23,50 Euro zu zahlen. Natürlich erliegt der Weinfreund beim Domittner der Versuchung, von der tollen Palette der hauseigenen Tropfen doch noch etwas zu verkosten. Eine seltene, aber dafür besonders delikate Offenbarung ist der Traminer Eiswein mit seinen wunderbaren Honigtönen. Aber auch der MT 2003, ein Cuvee aus Müller Thurgau (85%) und Muskat Ottonel (15%) ist ein Hammer.
UNTER DER LUPE:
Klöcherhof Domittner
8493 Klöch 4
Tel. 03475/2206
Von 7.30 bis 24 Uhr geöffnet.
Mittwoch Ruhetag
Sonntag ab 16 Uhr geschlossen.
BEWERTUNG:
Speisen****
Getränke*****
Service****
Atmosphäre****
Preis/Leistung****
Höchstpunkte *****
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